Ruchè di Castagnole Monferrato DOCG "Nisus" (2021) - Piemons Weinkost
Ruchè di Castagnole Monferrato DOCG "Nisus" (2021) - Piemons Weinkost

    Ruchè di Castagnole Monferrato DOCG "Nisus"

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    Beschreibung

    Der "Nisus" Ruchè di Castagnole Monferrato DOCG von Prediomagno zeigt die Rebsorte von ihrer feineren, ausgewogeneren Seite. Weniger brachiale Wucht, mehr Tiefe und Harmonie. Trotz seines hohen Alkoholgehalts wirkt der Wein kontrolliert, geschmeidig und erstaunlich sanft.

    Aromatisch stehen dunkle Beerenfrüchte wie Brombeere und schwarze Johannisbeere im Vordergrund, ergänzt durch die für Ruchè typischen floralen Noten von Rosen und einen würzigen Unterton. Am Gaumen überzeugt der Nisus mit weichen, samtigen Tanninen, dichter Frucht und langer aromatischer Persistenz. Ein Ruchè mit Substanz, der nicht über Lautstärke, sondern über Eleganz funktioniert.

    Geschichte

    Ruchè zählt zu den seltensten autochthonen Rebsorten des Piemont und ist eng mit dem kleinen Ort Castagnole Monferrato verbunden. Über Jahrhunderte war die Sorte den Einheimischen vertraut, verschwand jedoch fast vollständig aus dem Bewusstsein des Weinbaus und überlebte nur vereinzelt zwischen Barbera- und Grignolino-Reben.

    Ihre Wiedergeburt verdankt Ruchè dem Mut eines Einzelnen: Don Giacomo Cauda, Priester von Castagnole Monferrato, der in den 1960er-Jahren begann, die Rebsorte im Pfarrweinberg neu zu kultivieren – trotz massiver Kritik seitens der kirchlichen Obrigkeit. Damit legte er den Grundstein für die heutige Renaissance einer fast vergessenen Sorte.

    Die Herkunft des Namens bleibt bis heute ungeklärt. Mögliche Wurzeln reichen von einer verschwundenen Benediktinerkirche des Heiligen Rochus bis hin zum Dialektwort ronchet, das auf sonnige Terrassenlagen verweist. Auch die genetische Herkunft ist nicht eindeutig geklärt; eine Einführung durch Zisterziensermönche aus Burgund im Mittelalter gilt als plausible Theorie.

    1987 erhielt Ruchè den DOC-Status, 2010 folgte die DOCG-Anerkennung – eine späte, aber verdiente Bestätigung seiner Qualität. Prediomagno versteht Ruchè nicht als exotische Randerscheinung, sondern als große, eigenständige Rebsorte des Monferrato. Mit verschiedenen Stilistiken verfolgt das Weingut das Ziel, das aromatische und strukturelle Potenzial dieser Sorte differenziert herauszuarbeiten. Nisus steht dabei für die ruhigere, reifere und ausgewogenere Interpretation.

    Details zum Wein

    Rebsorte

    100 % Ruchè.

    Farbe

    Kräftiges Rubinrot mit leicht violetten Reflexen.

    Bouquet (Nase)

    Vielschichtig und anhaltend, mit Rosenblüten, reifen roten und dunklen Früchten, begleitet von feiner Würze.

    Geschmack & Eindruck am Gaumen

    Sehr elegant und umhüllend, mit weichen, samtigen Tanninen, dichter Frucht, harmonischer Säure und langer aromatischer Länge.

    Vinifikation & Ausbau

    Späte Handlese. Strenge Traubenselektion. Schonende Pressung und temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahltank. Ausbau im Stahl, anschließend Reife in der Flasche.

    Herkunft & Terroir

    Piemont, Ruchè di Castagnole Monferrato DOCG. Weinberge bei Montemagno auf 250–270 m ü. d. M., kalkhaltig-tonige Böden, Südwest-Ausrichtung.

    Bewirtschaftung

    Guyot-Erziehung, selektive Handlese, qualitätsorientierte Erträge.

    Alkoholgehalt

    Ca. 16 % vol.

    Empfohlene Serviertemperatur

    17–18 °C.

    Reifepotenzial

    Jetzt sehr gut trinkbar, lagerfähig für ca. 3–4 Jahre.

    Stil-Einordnung

    Aromatisch, fruchtbetont, samtig, ausgewogen.

    Speiseempfehlungen

    Gefüllte Pasta, Risotto, rotes Fleisch, Wildgerichte, gereifter oder Blauschimmelkäse, klassische piemontesische Küche.

    Trinkanlass

    Gehobenes Essen, ruhiger Abend, Vergleichsverkostung innerhalb der Ruchè-Linie.

    Produktinformationen
    Region: Monferrato
    Land: Italien
    Weinsüße: Trocken
    Weinsorte: Rot
    Allergene: Sulfite
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