Barbera d´Alba DOC Superiore

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    Beschreibung

    Barbera d’Alba Superiore DOC Naùnda von Bric Cenciurio stammt aus einem alten, steilen Weinberg, dessen sandige Oberfläche von einer tiefen Lehmschicht unterfüttert ist. Die Wurzeln der rund 70 Jahre alten Reben greifen dort in ein kühles Nährstoffreservoir, die Erträge bleiben sehr niedrig, die Substanz hoch. Als Superiore reift der Wein länger und bringt Barbera in einer konzentrierten, strukturierten Form: dunkle Kirsche, klare Säure, spürbarer Zug, dazu Würze und Tiefe aus der Reife im Holz. Ein Barbera mit Druck und Ruhe, der Zeit im Glas verträgt und sich am Tisch ernst nimmt.

    Geschichte

    Naùnda ist bei Bric Cenciurio nicht als „ein weiterer Barbera“ gedacht, sondern als Barbera mit Ursprung und Gewicht. Der Wein kommt aus einem Weinberg aus sanften Hügeln, geformt aus einem alten Meeresboden und der Erosion durch Regen. Oben dominiert Sand, darunter liegt eine kräftige Lehmschicht. Genau dort finden die langen Wurzeln der etwa 70 Jahre alten Reben ihre wichtigste Ressource. Das ist ein klassisches Rezept für Konzentration ohne Schwere: niedrige Erträge, dichte Farbstoffe, intensivere Aromatik und ein Kern, der nicht auseinanderfällt, wenn Reife ins Spiel kommt.

    Dass auf dem Etikett Barbera d’Alba steht, ist bereits eine stilistische Einordnung. Barbera d’Alba ist die Langhe-Interpretation der Sorte und hat im Regelwerk eine Besonderheit: Neben Barbera sind bis zu 15 Prozent Nebbiolo zugelassen. Das macht die Appellation nicht automatisch „nebbiolohaft“, erklärt aber, warum Barbera d’Alba oft straffer und strukturbetonter wirkt als viele Barbera aus anderen Zonen. Dazu kommt die geografische Logik: Alba und die angrenzenden Hänge sind wärmer und steiler als viele Monferrato-Lagen, was Reife und Dichte begünstigt.

    Im direkten Vergleich ist Barbera d’Asti eine DOCG und historisch die große Referenz der Sorte in Asti und Umgebung, oft mit sehr klarer Säurelinie und einer Bandbreite von fruchtbetont bis ernsthaft gereift. Barbera del Monferrato ist dagegen als DOC breiter angelegt und erlaubt neben Barbera bis zu 15 Prozent Freisa, Grignolino und Dolcetto, außerdem existiert auch eine frizzante-Version. In der Praxis heißt das: Barbera del Monferrato kann stilistisch deutlich variabler auftreten, während Barbera d’Alba häufiger auf Struktur, Konzentration und Ausbau setzt.

    Der Zusatz Superiore ist bei Naùnda nicht Dekoration, sondern ein klarer Rahmen: Barbera d’Alba Superiore braucht mehr Reifezeit und eine Holzphase. Als Mindestanforderung gelten 12 Monate Ausbau, davon 4 Monate im Holz, gerechnet ab dem 1. November des Erntejahres. Das passt zu dem, was der Weinberg liefert: ein Most mit so viel Farbe, Aroma und Extrakt, dass der Wein Zeit braucht, um seine Kraft in Harmonie zu übersetzen. Bric Cenciurio arbeitet dabei bewusst traditionell, mit langsamer Entwicklung in großen Fässern, damit Barbera nicht parfümiert wirkt, sondern tragfähig.

    Stilistisch steht Naùnda damit näher an „großem Barbera“ als an unkompliziertem Trinkwein. Barbera bringt von Natur aus Säure und Saft, aber der Wein wird erst dann wirklich groß, wenn die Säure nicht nur frisch wirkt, sondern die Struktur trägt. Naùnda ist auf genau diese Kombination angelegt: Reife, Konzentration, Säurespannung, dann Holz als ordnender Faktor, nicht als Aromamaske.

    Als Referenz für die Qualität des Weinguts taucht Bric Cenciurio mit Barbera d’Alba auch in der internationalen Presse auf: In Decanter wurde der Barbera d’Alba 2016 mit 92 Punkten besprochen und als „Must-try red“ hervorgehoben.

    Details zum Wein

    Rebsorten

    85 Prozent Barbera, 15 Prozent Nebbiolo

    Farbe

    Tiefes Rubinrot mit karmesinroten Reflexen

    Bouquet (Nase)

    Dunkle Kirsche, Pflaume, frische rote Beeren, dazu Würze und ein mineralisch-erdiger Ton aus dem Untergrund

    BA16+Decanter

    am Gaumen

    Trocken, konzentriert und straff, mit Barbera-typischer Säure, dichter Frucht und langem Zug. Der Ausbau bringt Griff und eine ruhige, massive Struktur

    Vinifikation & Ausbau

    Traditionelle Vinifikation. Ausbau als Superiore mindestens 12 Monate, davon 4 Monate im Holz

    Herkunft & Terroir

    Piemont, Langhe, Barbera d’Alba. Sandige Oberfläche über einer tiefen Lehmschicht, alte Meeresbodenformation, sehr alte Reben um 70 Jahre

    Bewirtschaftung

    Sehr niedrige Erträge aus alten Reben, selektive Lese

    Alkoholgehalt

    13,5 bis 14,5 Prozent vol.

    Säure

    Mindestens 4,5 g/l

    Empfohlene Serviertemperatur

    16 bis 18 Grad

    Reifepotenzial

    Jetzt gut trinkbar nach Luft, gewinnt über mehrere Jahre an Balance und Tiefe

    Stil-Einordnung

    Konzentrierter Barbera mit klarer Säure, Holzreife und ernsthafter Struktur

    Speiseempfehlungen

    Schmorgerichte, Pasta mit Ragù, gegrilltes Rind, Pilzgerichte, gereifter Hartkäse

    Trinkanlass

    Essen mit Fokus, wenn ein Rotwein mit Säurespannung, Substanz und Länge gefragt ist

    Flaschengröße

    0,75 l

    Auszeichnungen

    Decanter: 92/100, Must-try red, Barbera d’Alba 2016

    Produktinformationen
    Region: Langhe
    Land: Italien
    Weinsüße: Trocken
    Weinsorte: Rot
    Allergene: Sulfite
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